Kläranlage Oschatz
Kläranlage Naundorf
Kläranlage Borna
Kläranlage Dahlen


Einweihung des Regenrückhaltebeckens in Dahlen 10.04.2008
Der Abwasserverband "Untere Döllnitz" hatte am 09.04.2008 zu einem Vor-Ort-Termin auf den Busbahnhof in Dahlen eingeladen.

Die Gäste aus den Mitgliedsgemeinden, Mitarbeiter des Abwasserverbandes und Baubeteiligte wurden sicherheitstechnisch mit Handschuhen, Helm und Schutzanzug für den Einstieg in das Regenrückhaltebecken ausgestattet. Ca. 4 Meter unter der Erde erklärte der Geschäftsführer, Frank Streubel, den Gästen die Funktion des Beckens, dessen Decken und Wände aus Stahlbeton sind. Überflutungen, wie sie Dahlen in der unteren Bahnhofstraße, der Lindenstraße oder der Oschatzer Straße kennt, sollen durch den Stauraum von 1000 Kubikmetern im Regenrückhaltebecken der Vergangenheit angehören.

Damit sich auch alle Besucher Wasser in dem Becken vorstellen konnten, demonstrierten die Mitarbeiter des Abwasserverbandes einen Spülvorgang des Beckens. Spülvorgänge sind nach Regenfällen notwendig, da sich durch Regen in dem Becken Schmutz ansammelt, der nach einiger Zeit beginnen würde, zu vergammeln und zu stinken. Die Anlage wird durch einen Sensor überwacht, der die Daten an die Leitzentrale des Klärwerks in Oschatz übermittelt. Von da aus werden die Anlagen im Verbandsgebiet überwacht und bei Bedarf von dem technischen Personal des Abwasserverbandes betreut.

Die Gäste waren beeindruckt von den Dimensionen des Beckens unter dem Busbahnhof in Dahlen. In das Bauwerk wurden ca. eine Million Euro investiert, davon förderte 75 Prozent  das Sächsische Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft. Nach dem informativen Vortrag und der Demonstration des Spülvorganges kletterten alle Besucher über Leitern wieder ans Tageslicht.

Abwasserverband "Untere Döllnitz"

 

Gymnasiasten auf Exkursion 01.04.2008

Seit über 15 Jahren gibt es die Umwelt AG am Oschatzer Thomas-Mann-Gymnasium. Hier beschäftigen sich naturwissenschaftlich interessierte Schüler mit allen technischen Bereichen der Umweltarbeit. Im Fachbereich Abwasser werden die Gymnasiasten seit vielen Jahren vom Abwasserverband Untere Döllnitz unterstützt. Sie beproben die Döllnitz an verschiedenen Stellen, werten diese Beprobungen aus  und stellen die Messwerte über Schadstoffe, den pH-Wert und die elektrische Leitfähigkeit dem Klärwerk in Oschatz zur Verfügung. Eigens hierfür haben die Schüler vom Abwasserverband einen Analysekoffer und ein Mikroskop zur Verfügung gestellt bekommen. Wie diese Analysen im großen Stil durchgeführt werden, konnten sich die Mitglieder der Umwelt AG am 01.04.2008 vor Ort in einem Labor anschauen. Der Abwasserverband hatte die Schüler der 11. Klasse an diesem Tag zu einem Besuch des staatlichen Gewässergütelabors in Bad Düben eingeladen. Als staatliche Umweltbetriebsgesellschaft ist das Labor dem Sächsischen Ministerium für Umwelt und Landwirtschaft (SMUL) direkt unterstellt und online mit diesem verbunden. Alle im Labor ausgewerteten Daten werden sofort dorthin übermittelt. Somit ist gewährleistet, dass immer der aktuelle Stand der Gewässergüte der Vereinigten Mulde für das Gebiet Dommitzsch/Bad Düben vorliegt und bei Unregelmäßigkeiten sofort die entsprechenden Maßnahmen eingeleitet werden können. So wurden die ersten Auswirkungen der Havarie in einer Chemiefabrik in Tschechien im vergangenen Jahr vom Gewässergütelabor in Bad Düben aufgedeckt. Übrigens sind alle Daten über die Gewässergüte für jedermann zugänglich auf der Homepage des SMUL abrufbar.

 
Zuerst ging es zur mobilen Messstation des Gewässergütelabors. Diese befindet sich in einem kleinen Baucontainer unmittelbar am Ufer der Vereinigten Mulde. Mittels Pumpen werden die Wasserproben permanent in die Messstation befördert und hier automatisch analysiert.

Anschließend besuchten die Schüler das Hauptgebäude, in dem sich die einzelnen Labore befinden. Interessiert folgten sie den Ausführungen des Leiters des Gewässergütelabors beim anschließenden Rundgang durch die einzelnen Stationen. Ihr besonderes Interesse galt dem  Multi-Parameter-Analyse-System. Hiermit können mit einem einzigen Gerät mehrere Parameter gleichzeitig gemessen und ausgewertet werden. Das staatliche Gewässergütelabor bearbeitet jährlich ca. 3000 Gewässerproben.

Die Schüler haben viel für ihre Arbeit in den einzelnen AGs mitgenommen und für den einen oder die andere hat sich durch diese Exkursion sicher ein Wegweiser in Richtung berufliche Zukunft aufgetan.

 
Wenn also wieder mal die Frage ist: Kann im Sommer in diesem Gewässer gefahrlos gebadet werden? - kommt die Antwort zwar vom SMUL, aber eigentlich aus einem Gewässergütelabor wie dem in Bad Düben.

Marion Küntzel-Bauer


Den Weg des Wassers verfolgen 23.03.2008
Zu einer Informationsveranstaltung rund um das Thema Wasser und Abwasser luden die OEWA Wasser und Abwasser GmbH, der Wasserverband Döbeln-Oschatz und der Abwasserverband Untere Döllnitz ein.

Der Abwasserverband Untere Döllnitz bildete,  zum Tag des Wassers am 22. März, die Endstation auf dem Weg des Wassers. Vorher konnten die Teilnehmer im Rahmen einer kostenlosen Bustour den Wasserturm in Oschatz und das neue Wasserwerk in Großböhla besichtigen.

Trotz des Wetters nahmen viele Besucher an den Führungen auf der Kläranlage in Oschatz teil. Sie informierten sich über Themen, wie werden Abwässer gereinigt und was passiert mit dem Abwasser, wohin werden die restlichen Substanzen, z.B. der Klärschlamm entsorgt. Die Fachkräfte vom Abwasserverband Untere Döllnitz erklärten den Besuchern verschiedene Stationen der Abwasserbehandlung auf der Kläranlage, beginnend am Rechen der Anlage über den Sandfang zum Vorlagebehälter über die SBR Reaktoren zum Ausgleichsbehälter. Am Ende der Führung konnten die Besucher Proben vom geklärten Abwasser begutachten. Herr Cyron, Herr Banachowicz und Frau Häschel beantworteten die Fragen der Besucher zum Thema Abwasser.

"Abwasserverband Untere Döllnitz"

 

Schüler der Apfelbaumschule auf Exkursion 13.03.2008
Eine ungewöhnliche Unterrichtsstunde erlebten die Schüler der dritten Klasse der Apfelbaumschule in Schweta am 04.03.2008. An diesem Tag wurde der Sachkunde-Unterricht nicht im Klassenraum durchgeführt sondern bei einem Besuch der Kläranlage Oschatz.

Sie hatten viele Fragen mitgebracht. Wie das Wasser von der Toilette zur Kläranlage kommt, wurde ihnen vom Klärmeister gleich zu Beginn des Rundgangs erläutert. Am Rechen der Kläranlage konnten die Schüler sehen, was alles hier angespült wird. Da waren Plastiktüten und Steine, aber auch  Hygieneartikel, Obst- und andere Essensreste zu sehen. Die Drittklässler wussten ganz genau, was davon alles nicht in die Toilette gehört.

Bestaunt wurden die großen Reaktoren, in denen die Bakterien das Abwasser reinigen. Und alle waren in Sorge, ob diese vielleicht frieren könnten, wenn das Wasser zu kalt ist. Der Klärmeister hatte nämlich erklärt, dass die Arbeitsintensität der Bakterien von der Wassertemperatur abhängig ist und diese bei kaltem Wasser langsamer arbeiten, als bei warmem. Und ob die Bakterien unter dem Zeltdach, welches sich über dem Ausgleichsbehälter befindet, eine Party feiern? Nein, das tun sie natürlich nicht.

Im Ausgleichsbehälter wird ja das gereinigte Wasser zwischengespeichert und hier dürfen keine Verunreinigungen mehr reinkommen.

Das Highlight des Besuchs aber war der Blick durch das Mikroskop im Labor der Kläranlage. Hier konnte man die fleißigen Bakterien einmal ganz groß sehen und darüber staunen, wie viele unterschiedliche davon im Abwasser sind.

Für den interessanten Schultag bedankte sich die Klasse bei den Mitarbeitern der Kläranlage mit wunderschönen, selbstgebastelten Bildern und Schmetterlingen.

Marion Küntzel-Bauer



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