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Kläranlage Naundorf
Kläranlage Borna
Kläranlage Dahlen


14. Kommunaler Erfahrungsaustausch in Sachsen 06.11.2009
Der Kommunale Erfahrungsaustausch der Abwasserzweckverbände und Kommunen in Sachsen wird jedes Jahr durch den DWA-Landesverband Sachsen/Thüringen in Zusammenarbeit mit dem Sächsischen Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft organisiert. 

In diesem Jahr war der Abwasserverband "Untere Döllnitz" Gastgeber der Veranstaltung.  Es trafen sich rund 80 Abwasserexperten aus ganz Sachsen im Thomas-Müntzer-Haus in Oschatz.  

Unter den Teilnehmern wurden Erfahrungen bei der dezentralen abwassertechnischen Erschließung ländlicher Gebiete ausgetauscht. 
Hierfür bildeten die Vorträge von Herrn Frank-Peter Streubel (Geschäftsführer Abwasserverband "Untere Döllnitz") und Herrn Lutz Kunath (Geschäftsführer Versorgungsverband Grimma-Geithain) die Grundlage.
In den Vorträgen wurde dargestellt, dass die ersten vollbiologischen Kleinkläranlagen erfolgreich errichtet wurden. 
Die Referenten wiesen aber auch darauf hin, dass die bestehenden bürokratischen Anforderungen des Förderprogrammes (RL SWW 2009) eine schnelle und unbürokratische Umsetzung der abwassertechnischen Erschließung ländlicher Gebiete zurzeit eher behindern.

Herr Rechtsanwalt Johann Christoph Schaar informierte die Anwesenden über ordnungs- und strafrechtliche Anforderungen beim Betrieb von Kläranlagen und Kanalnetzen. 

Am Beispiel der Kooperation Wasser und Abwasser Brandenburg-Ost (KOWAB-OST) erläuterte Herr Dipl.-Ing. Henner Haferkorn die Erschließung von Kostensenkungspotentialen durch Kommunale Zusammenarbeit. 

Als Abschlussvortrag zum 14. Kommunalen Erfahrungsaustausch erläuterte Herr Hans-Joachim Berger die ersten Erfahrungen der Landesdirektion Chemnitz bei der Erstellung von Hochwasserschutzkonzepten an Gewässern II. Ordnung durch die Kommunen. 

Herr Eberhard Jüngel (DWA Landesverbandsvorsitzender) resümierte in seinem Schlusswort, eine sehr kurzweilige Veranstaltung mit einem breiten Spektrum an Erfahrungen erlebt zu haben, die den Bürgermeistern, Geschäftsführern und den Mitarbeitern der Verbände, Wasserbehörden und Landesdirektionen einen intensiven Gedankenaustausch ermöglicht hat.   

Ihr Abwasserverband "Untere Döllnitz" 

Eichrechtliche Bestimmungen zu Wasserzählern 22.10.2009
Jeder Bürger, der Messgeräte (z. B. Wasserzähler) nutzt, ist verpflichtet diese eichen und technisch prüfen zu lassen.

Kunden die Trinkwasser zur Gartenbewässerung bzw. für die Landwirtschaft nutzen und es somit nicht in den öffentlichen Kanal einleiten, können diese Wassermenge auf Antrag absetzen (Absetzungskunden).

Grundstückseigentümer, die einen Brunnen besitzen und dessen Wasser als Brauchwasser (z.B. Betreiben von Toilettenspülung und Waschmaschine) nutzen, werden als Brunnenkunden bezeichnet.

Absetzungs- und Brunnenkunden benötigen für die genaue Abrechnung der Abwassermenge einen Nebenzähler. Diese Kaltwasserzähler haben eine Eichzeit von sechs Jahren ab Baujahr (ablesbar in der Zählernummer bzw. Aufschrift "geeicht am"). Nach Ablauf der sechs Jahre Eichzeit, müssen diese Kaltwasserzähler entweder neu geeicht oder ausgetauscht werden.

Erhalten Verbandsmitarbeiter Daten von nicht geeichten Zählern, wird der Absetzungs- bzw. Brunnenkunde schriftlich auf den Ablauf der Eichzeit seines Zählers hingewiesen.
Für weitere Abrechnungszeiträume können die Absetzungen nicht mehr berücksichtigt werden, bei Brunnenkunden wird der Verbrauch geschätzt.

Damit eine verbrauchsorientierte und somit gerechte Kostenverteilung auf die einzelnen Verbraucher gewährleistet werden kann, ist die korrekte Anzeige dieser Messgeräte innerhalb garantierter Fehlergrenzen von Bedeutung. Bitte beachten Sie die Eichfristen Ihrer Zähler.

Ihr Abwasserverband "Untere Döllnitz"

Privates Bildungszentrum zu Gast auf der Kläranlage 21.10.2009
Die Berufsschullehrerin Frau Fleck vom Privaten Bildungszentrum für soziale und medizinische Berufe Oschatz GmbH,  besuchte am 21.10.2009 die Kläranlage mit Auszubildenden für den Beruf Diätassistent/in.

Der Wasserkreislauf ist Lehrstoff im Unterrichtsfach Hygiene & Toxikologie. In diesem Fach wird außerdem behandelt, wie sich Köche, Diätassistenten und Küchenpersonal in einer Küche/Großküche verhalten müssen. Es wird gelehrt, welche Abfälle in einer Küche/Großküche wohin entsorgt werden und was nicht in den Abfluss bzw. ins Abwasser gehört.

Damit sich die Schüler vorstellen können, wie aufwendig die Reinigung von Abwasser ist bevor es in ein Gewässer geleitet werden darf, besucht Frau Fleck mit Schülern im 1. Ausbildungsjahr die Kläranlage in Oschatz. Klärwerksmeister Herr Banachowicz erläuterte den Auszubildenden den Klärprozess und beantwortete die Fragen.

Ihr Abwasserverband "Untere Döllnitz"
 

Starkregenfälle und Rückstauschäden 20.10.2009
Starkregenereignisse besonders häufig im Sommer durch starke Gewitterregen, können in Gebäuden Rückstauschäden (Rückstau aus dem Kanalnetz) verursachen. Oft sind Gebäudeteile, die unterhalb der Rückstauebene liegen nur ungenügend gegen Rückstau gesichert oder vorhandene Sicherheitseinrichtungen funktionieren nicht.

Bei starken Regenfällen kommt es zu einem kurzzeitigen Anstau des Abwassers im Kanalnetz. Das ist kein Planungsfehler, das Kanalnetz ist nicht darauf ausgerichtet, dass es jeden Starkregen vollständig aufnehmen kann. Die Rohrdimensionen müssten so groß sein und wären so teuer, dass die Abwassergebühren unvertretbar wären.

Die angeschlossenen Grundstücksentwässerungen sind mit dem Kanalsystem verbunden (System der "kommunizierenden Röhren"). Bei einem Stau im Kanalsystem steigt auch in den Grundleitungen, Kontrollschächten und in den Hausanschlüssen das Abwasser an, bis es die Höhe der Rückstauebene erreicht hat. Damit werden Räume, die unterhalb dieser Ebene liegen mit Abwasser aus dem Kanalnetz und dem eigenen Abwasser, das nicht mehr abfliesen kann, geflutet.

Alle Hauseigentümer im Verbandsgebiet sind laut § 17 Abwassersatzung des Abwasserverbandes "Untere Döllnitz" verpflichtet, alle Ablaufstellen unterhalb der Rückstauebene zu sichern.
"Abwasseraufnahmeeinrichtungen der Grundstücksentwässerungsanlagen, z.B. Toiletten mit Wasserspülung, Bodenabläufe, Ausgüsse, Spülen, Waschbecken und dergl., die tiefer als die Straßenoberfläche an der Anschlussstelle der Grundstücksentwässerung (Rückstauebene) liegen, müssen vom Grundstückseigentümer auf seine Kosten mittels einer Abwasserhebeanlage oder gleichwertigen Einrichtung gegen Rückstau gesichert werden. Im Übrigen hat er für rückstaufreien Abfluss des Abwassers zu sorgen. § 14 Abs. 5 gilt entsprechend."  

Eine Abwasserhebeanlage mit Rückstauschleife über die Rückstauebene bietet den sichersten Schutz. Sie pumpt bei Rückstau Abwasser in die öffentliche Kanalisation und dabei bleibt die Hausentwässerung in vollem Umfang betriebsfähig. Das Wasserhaushalts-Gesetz schreibt nach § 18b, den Bau und Betrieb einer Abwasseranlage nach den ?allgemein anerkannten Regeln der Technik" vor. Alle Rückstausicherungen müssen regelmäßig durch einen Fachkundigen gewartet werden.

In einem Schadensfall haftet laut Rechtsprechung der Grundstückseigentümer.
 "Der Grundstückseigentümer haftet bei nicht vorhandener oder geeigneter Rückstausicherung für alle Rückstauschäden selbst" (OLG Celle, 14. Zivilsenat TYP, AZ: Urteil, 14 U 3/04 Datum: 08.07.2004)."

Ihr Abwasserverband "Untere Döllnitz"


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